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Luther und der Reichstag zu Worms Ein WebQuest von Walfried
Schubert
Viele Menschen sind auf der Straße: Händler und Kaufleute mit ihren Karren voller Waren, manche Bauern treiben sogar Vieh zum Markt in der Stadt. Ab und zu ist eine Eskorte mit einem Wagen zu sehen, in dem eine wichtige Person sitzen muss. Alle wollen in die Stadt! Ob der Kaiser auch schon angekommen ist? Vorhin stand auf dem Meilenstein: 10 Meilen. Noch 10 Meilen bis nach Worms. In diesem Jahr, anno Domini 1521, wird dort das ein sehr wichtiges Ereignis für das Reich und die Kirche stattfinden: Der Kaiser hat alle Fürsten, Stände und Bischöfe zu einem Reichstag eingeladen, auf dem über das Schicksal eines jungen Theologen entschieden werden soll: Martin Luther heißt dieser junge Mann. Du bist der Mönch Vitus de Gladebach. Vor vielen Jahren bist Du von Deinem Abt von Mönchengladbach nach Rom geschickt worden, um Theologie zu studieren. Wegen Deines theologischen Wissens und Deines bewundernswerten Sprachtalents - Du beherrschst fließend acht Sprachen (!) - bist Du schnell wichtigen Leuten an der Spitze der Kirche aufgefallen. Oft bist Du im diplomatischen Auftrag des Papstes unterwegs gewesen und hast viele theologische Auseinandersetzungen erlebt. Es war ein weiter Weg von Rom bis nach Worms und Du bist froh, Dich bald als Gast im Kloster in Worms ausruhen zu können.
Aufgabe
Der Papst hat Dich ausgesucht, als inoffizieller Beobachter an diesem für die Kirche sehr wichtigen Reichstag in Worms teilzunehmen und ihm höchstpersönlich Bericht zu erstatten. Der Auftrag des Papstes lautet:
Denke daran, Du bist nur inoffizieller Beobachter. Sperre Deine Ohren und Augen auf, vermeide aber in das Rampenlicht zu treten! Dein Bericht ist natürlich streng geheim und darf nur dem Papst höchstpersönlich vorgelegt und vorgetragen werden. Bei der Gestaltung Deines Berichtes brauchst Du Dich nicht an irgendwelche Formulare der päpstlichen Verwaltung zu halten, sondern kannst frei alle Medien verwenden.
Prozess
Um an die erforderlichen Informationen zu kommen, kannst Du jegliche Dir zur Verfügung stehenden Medien benutzen: z.B. Lexika, Du kannst aber auch als Reichtags-Beobachter, der ja mit anderen Teilnehmern während und außerhalb der Beratungen Gespräche führt, Informationen verwenden, die Du in Gesprächen mit kundigen Personen erhälst (z.B. Lehrern, Priestern etc.).
Habe bei der
Recherche im Internet eine Diskette oder einen Memory-Stick zur Hand, um
Informationen aus dem Internet zu speichern! Übertrage diese Informationen auf
Deinen Computer zu Hause in einen speziellen Ordner!
Material
/Quellen/Links Wenn Du das Internet benutzt, gehe möglichst kritisch mit den Informationen um, bewerte die Seriosität und Qualität der Seiten, von denen Du Informationen übernimmst, und überprüfe die Richtigkeit der Angaben! Im Folgenden
findest Du zu Deiner ersten Orientierung wichtige Internetseiten (suche nach
weiteren Informationen im Internet!): Allgemein: http://de.wikipedia.org/wiki/Luther Luthers Leben: http://www.luther.de/leben/ Thesenanschlag: http://www.luther.de/leben/anschlag/ Reformatorische Wende: http://de.wikipedia.org/wiki/Luther#Luthers_Reformatorische_Wende Reichstag zu Worms: http://www.luther.de/leben/worms.html Luthers Verteidigungsrede: http://www.glaubensstimme.de/reformatoren/luther/288.htm Bann: http://www.luther.de/leben/bann.html Abendmahlsproblematik: http://de.wikipedia.org/wiki/Luther#Der_Abendmahlsstreit
Zeiteinteilung: Teile Dir die zur Verfügung stehende Zeit gut ein. Auch die Vorbereitung der Präsentation erfordert je nachdem einiges an Zeit. Notiere Dir auf einer Checkliste, was Du schon erledigt hast und was Du noch tun musst!
Wenn die Aufgabe in der Gruppe gelöst wird, teilt Euch die Arbeit genau auf (z.B. könnte ein Teammitglied Informationen sammeln über die Biographie, ein anderes Teammitglied kümmert sich um die theologischen Einzelheiten, ein Dritter ist vor allem für die Präsentation zuständig)! Klärt im Team ab, wer was macht! Verschafft Euch in regelmäßigen Abständen einen Überblick über den "Stand der Dinge"!
Präsentation Die besten Informationen nützen nichts, wenn sie nicht gut gegliedert, übersichtlich und einprägsam präsentiert werden. Es wäre schade, wenn die ganze Recherche-Arbeit nicht zur Geltung käme! Achte auf die inhaltliche Richtigkeit und Genauigkeit: Von Dir hängt es ab, welches Bild sich der Papst von dieser neuen theologischen Bewegung in Deutschland macht. Sei kreativ! Alle Möglichkeiten der Neuen Medien kannst und sollst Du nutzen - auch wenn zugegebenermaßen Computer und Internet im 16. Jahrhundert noch unbekannt waren; allerdings gab es damals eine ähnliche technische Revolution, auf die Du in Deinem Bericht eingehen kansst: - Präsentation z.B. mit PowerPoint© oder ähnlichen Programmen - Homepages mit besonderem Webdesign - Grafikprogramme - Animationen etc.
Du kannst natürlich auch mit traditionellen Medien und Methoden arbeiten wie mit - Folien - Plakatwänden - Collagen etc.
Evaluation / Bewertung
Für Schüler: Die Arbeit im Team kann in verschiedenen Phasen der Projektarbeit reflektiert werden (bzw. Selbstreflexion bei Einzelarbeit): Ist das erreicht erreicht worden, was geplant war? Mit welchen Ergebnissen der bisherigen Arbeit können wir (kann ich) zufrieden sein? Was muss noch verbessert werden? Was muss als nächstes geplant und durchgeführt werden? Klappt die Arbeitsverteilung und Kommunikation im Team?
Am Ende können die einzelnen Präsentationen der Teams oder der einzelnen Lernenden von der ganzen Klasse bewertet werden (Bewertungskriterien s.u. Nr. 5 oder abgeändert).
Für Lehrer (die Schüler kennen die Beurteilungskriterien des Lehrers): Zutreffende Kästchen ankreuzen bzw. mit Noten oder Symbolen versehen. (in Anlehnung an H. Moser: Abenteuer Internet. Lernen mit WebQuests; Zürich 2000) Alternativ kann auch folgendes Schema (Björn Claßen) verwendet werden.
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