| Thema | Vom Lateinischen zum Italienischen: die 'mitgelernte' Sprache |
| Referent |
Dr. Thomas Brückner, Gymnasium Werden |
| Fortbildungsschwerpunkt | Lebendige Antike (3) |
| Zielgruppe | Lehrerinnen und Lehrer der Sek I und Sek II |
| Dauer | 1 Nachmittag |
Versteht, wer Latein kann, auch Italienisch? Die Fortbildung stellt Unterrichtsmaterial vor, das am Beispiel des Italienischen Einblicke in die geschichtliche Sprachentwicklung vermittelt. Die vorgestellte Unterrichtsreihe ist für die fortgeschrittene Lehrbuchphase gedacht. Die Schülerinnen und Schüler sollen in die Lage versetzt werden, mittels vereinfachter Regeln der historischen Phonologie den Weg vom lateinischen zum italienischen Wort nachzuvollziehen und bis zu einem gewissen Grade selbst gehen zu können. Der Akkusativ als Ausgangspunkt, der Wegfall des auslautenden –m sowie der lautliche Zusammenfall von offenem u und geschlossenem o (z.B. vox > vocem > voce; origo > origem > origine; amicus > amicum > amicu > amico) sind lautliche Gesetzmäßigkeiten, die zur Herausbildung der romanischen Sprachen geführt haben. Vom Lateinischen ableitbar sind auch Elemente der italienischen Morphologie (z.B. Pluralbildung, Konjugation). Anhand von Wortlisten, Einzelsätzen und kurzen Texten oder Liedern sollen die Schülerinnen und Schüler einfache Strategien erlernen, die ein Entschlüsseln des Italienischen auf der Grundlage des Lateinischen ermöglichen. Italienischkenntnisse sind nicht erforderlich. Erste Informationen zum Thema bietet ein Artikel im Altsprachlichen Unterricht 4/2005, S. 41-49.
Stand: 02.10.05 HW