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Der
Aufbau der typischen Fabel
In ihrer strengen Form besitzt die Fabel einen dreigliedrigen Aufbau , der von der Antike bis zur Moderne im Prinzip beibehalten wird: 1. Ausgangssituation 2.1
Aktion oder
Rede
3. Am
Ende der Fabel (Lösung) wird das Ergebnis berichtet. Die Absicht des
Dichters ergibt sich aus der Deutung des Fabelgleichnisses.
Manchmal wird der Fabel als viertes Glied ein (meist später
hinzugefügter) Lehrsatz, das Epimythion, hinzugefügt, das
dann typographisch oder anders von der eigentlichen Erzählung getrennt
wird. Wenn
der Lehrsatz aber vor der eigentlichen Fabel steht, nennt man dies
Promythion. Beispiel: Der
Hund und der Wolf Lupus ad
canem Quam dulcis sit libertas
breviter proloquar. Zeile 1: Einleitung,
Promythion Zeile 2-3: Vorgeschichte, Beschreibung der Situation. Zeile 3-6: Begrüßung der beiden Tiere,
das Gespräch beginnt. Der Wolf
fragt den Hund, warum er so gut genährt sei Zeile 7-10:
Der Hund erläutert kurz. Wolf fragt,
was er tun müsse,
und der
Hund antwortet Zeile 11-14: Der Wolf erzählt dem Hund von seinen Lebensumständen.
Zeile 15-16: Neuer Abschnitt. Sie gehen zum Haus vom Hund. Dem
Wolf fällt am Hals
des Hundes eine Wunde auf,
die von einer Kette
stammt. Zeile 17-20: Der Hund erklärt den Grund seiner Wunde. Zeile 21-24: Der Hund zählt Vorteile des Dienstes auf. Zeile 25-27: Der Wolf zieht seine Freiheit in Hunger der
satten Sklaverei vor. Caroline Dreßen (Quellen: s. "Quellen und Links"; Unterrichtsergebnisse) |